Microsoft 365 wird teurer – warum das für Sie trotzdem eine gute Nachricht sein kann
Zum 1. Juli 2026 hat Microsoft die Preise für fast alle Microsoft-365-Pläne angehoben. Wer jetzt nur auf die höhere Rechnung schaut, übersieht das Wesentliche: Hinter der Anpassung steckt eine der größten Leistungsaufwertungen seit Jahren – und eine konkrete Chance, Ihre Lizenzen günstiger, sicherer und zukunftsfähiger aufzustellen. Wir zeigen Ihnen, worauf es jetzt ankommt.
Was sich geändert hat
Die neuen Listenpreise gelten seit dem 1. Juli 2026 für Neuabschlüsse und Verlängerungen. Die Business-Tarife steigen am deutlichsten, die Enterprise-Pläne moderater. Ein Plan bleibt bemerkenswerterweise völlig unverändert – dazu gleich mehr.
Zur Orientierung die Endkundenpreise (netto, pro Nutzer und Monat, Jahresabo mit jährlicher Zahlung):
| Plan | bis Juni 2026 | ab Juli 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Business-Pläne – maximal 300 User je Plan | |||
| Microsoft 365 Business Basic | 5,20 € | 6,07 € | +17 % |
| Microsoft 365 Business Standard | 10,80 € | 12,13 € | +12 % |
| Microsoft 365 Business Premium | 19,10 € | 19,06 € | stabil |
| Enterprise-Pläne – unbegrenzte Useranzahl | |||
| Microsoft 365 E3 | 34,90 € | 37,78 € | +8 % |
| Microsoft 365 E5 | 55,20 € | 58,13 € | +5 % |
| Microsoft 365 E7 | — | 91,92 € | neu |
| Endkundenpreis (UVP) netto, € pro Nutzer/Monat, Jahresabo mit jährlicher Zahlung. Angegebene Preise dienen der Orientierung; der individuelle Preis richtet sich nach Laufzeit, Zahlweise und Menge. Quelle: Microsoft-CSP-Preislisten (DE), Stand Juli 2026. | |||
Ihr tatsächlicher Preis hängt von Laufzeit, Zahlweise und Menge ab – die Tabelle dient der Einordnung. Was Sie konkret zahlen, ermitteln wir gemeinsam im Lizenz-Check:
Der Clou: Business Premium bleibt stabil
Während Business Standard um rund 12 Prozent teurer wird, hält Microsoft den Preis von Business Premium konstant. Das verändert die Rechnung grundlegend: Der Abstand zwischen beiden Plänen schrumpft auf knapp 7 € pro Nutzer und Monat.
Für diese knapp sieben Euro Differenz bekommen Sie kein bisschen mehr Office, sondern ein komplettes Sicherheitspaket, das viele Unternehmen sonst teuer bei Drittanbietern einkaufen: verhaltensbasierten Geräteschutz mit automatischer Isolierung befallener Rechner (Defender for Business), Echtzeit-Prüfung von Links und Anhängen in E-Mails (Defender for Office 365), zentrale Geräteverwaltung (Intune) und bedingten Zugriff (Entra ID). Microsoft positioniert Business Premium damit ganz bewusst als den Sweetspot für kleine und mittlere Unternehmen – und das ist er auch.
Der Preis steigt, aber es ist mehr drin
Die Erhöhung ist kein reiner Aufschlag. Microsoft hat bislang kostenpflichtige Zusatzfunktionen fest in die Pläne integriert:
In allen Business-Plänen ist jetzt Copilot Chat enthalten, dazu wächst der Postfachspeicher von 50 auf 100 GB. Microsoft 365 E3 erhält den erweiterten E-Mail-Schutz Defender for Office 365 Plan 1 sowie mehrere Intune-Management-Werkzeuge. In Microsoft 365 E5 kommen mit Security Copilot, Endpoint Privilege Management und Cloud PKI gleich mehrere Bausteine hinzu, die zuvor separat lizenziert werden mussten.
Genau hier liegt eine oft übersehene Sparchance: Wenn Sie heute Funktionen wie Defender for Office 365, einzelne Intune-Module oder Security Copilot als eigene Add-ons bezahlen, zahlen Sie ab sofort möglicherweise doppelt. Diese Add-ons gehören auf den Prüfstand – und zur nächsten Verlängerung gekündigt.
Sicherheit ist längst kein Luxus mehr
FĂĽr immer mehr Unternehmen im Mittelstand ist moderner Schutz keine KĂĽr, sondern Pflicht. Cyberversicherungen setzen verhaltensbasierte Angriffserkennung und Mehr-Faktor-Authentifizierung voraus, und mit NIS2 geraten auch viele Zulieferer betroffener Unternehmen in die Nachweispflicht. Wer heute noch mit einem klassischen Virenscanner arbeitet, erfĂĽllt diese Anforderungen in der Regel nicht.
Business Premium deckt das Basisniveau ab. Für Unternehmen mit erhöhtem Schutzbedarf lässt sich Business Premium gezielt erweitern – etwa um die Defender- und Purview-Suiten für rund 13 € pro Nutzer, ohne dass Sie gleich auf einen Enterprise-Plan wechseln müssen. Welches Niveau für Sie richtig ist, hängt von Ihrer Branche und Ihren Compliance-Vorgaben ab.
FĂĽr alle, die mit KI ernst machen
Mit Microsoft 365 E7 hat Microsoft erstmals seit rund zehn Jahren einen neuen Enterprise-Plan eingeführt. E7 bündelt E5, den vollen Microsoft 365 Copilot, die Entra Suite und Agent 365 – die zentrale Steuerungs- und Governance-Ebene für autonome KI-Agenten. Wer KI-Agenten produktiv und kontrolliert betreiben will, findet hier erstmals ein durchgängiges Werkzeug, das jedem Agenten eine eigene Identität gibt und nachvollziehbar macht, wer was ausgelöst hat.
Wichtig zu wissen: Für generative KI im Alltag brauchen Sie kein E7. Der volle Copilot ist als Add-on auch auf Business Premium, E3 und E5 buchbar, und Agent 365 gibt es ab rund 13 € pro Nutzer als Einstieg. E7 lohnt sich, sobald Sie E5-Sicherheit und Copilot ohnehin einsetzen und Agenten im großen Stil steuern wollen – wir rechnen das gern konkret für Sie durch:
Ihr Timing entscheidet
Die vielleicht wichtigste Nachricht für Bestandskunden: Ihre laufenden Jahresverträge behalten die alten Konditionen bis zur nächsten Verlängerung. Der Verlängerungstermin bestimmt also, ab wann die neuen Preise für Sie greifen – und genau dieser Zeitpunkt ist der Moment, an dem sich Laufzeiten optimieren, ungenutzte Lizenzen bereinigen und doppelte Add-ons streichen lassen. Erfahrungsgemäß gleicht das die Erhöhung in vielen Fällen ganz oder teilweise aus.
Machen Sie den Lizenz-Check
Ob Business Premium für Sie zum Sweetspot wird, ob Sie doppelt zahlen und wann Ihr optimaler Verlängerungszeitpunkt ist – das beantworten wir in einem kompakten Lizenz-Check. Sprechen Sie uns an, wir sehen uns Ihre Umgebung gemeinsam an und zeigen Ihnen, wo Sie sparen und wo Sie nachschärfen sollten.
PS: Wir haben zur Recherche tlw. Suchmaschinen und KI verwendet und unser Know-How beigesteuert.